Anwaltskanzlei bei Diebstahl mit Waffen

Ihnen wird der Vorwurf gemacht, einen Diebstahl mit Waffen gemäß § 244 StGB begangen zu haben? Unsere Anwälte verteidigen Sie erfolgreich.

Wir sind eine auf Strafrecht spezialisierte Anwaltskanzlei in Berlin. Mit zwei Fachanwälten für Strafrecht stehen für für hohe Kompetenz und Einsatzbereitschaft. Wir wahren Ihre Rechte, kämpfen für Sie im Strafprozeß und beraten Sie umsichtig und sorgfältig.

Gerade bei schweren Tatvorwürfen wie Diebstahl mit Waffen ist es sehr zu empfehlen, wenn Sie sich von einem spezialisierten Rechtsanwalt und Strafverteidiger verteidigen lassen. Es drohen nämlich schwere Strafen.

Wenn Sie gleich einen Termin mit einem unserer auf Strafrecht spezialisierten Anwälte vereinbaren möchten, so rufen sie einfach an: (030) 526 70 93 0.

Im Folgenden möchten wir für Sie ein paar wichtige Fragen rund um das Thema „Diebstahl mit Waffen; § 244 StGB“ beantworten:

Was bedeutet Diebstahl mit Waffen?

Ein Diebstahl mit Waffen ist natürlich in erster Linie ein Diebstahl. Jeder weiß in etwa, was ein Diebstahl ist. Es handelt sich um die Wegnahme einer Sache, um diese für sich zu behalten, ohne dazu ein Recht zu haben.

Dieser normale Diebstahl ist in § 242 Strafgesetzbuch (StGB) geregelt und zieht meistens keine hohe Strafen nach sich.

Dann gibt es noch den schweren Diebstahl gemäß § 243 StGB. Dieser liegt zum Beispiel bei Gewerbsmäßigkeit vor, oder wenn beim Diebstahl eine Sicherung überwunden wird (z.B. beim Aufbrechen eines Autos).

Ein Verstoß gegen § 244 StGB, also der Diebstahl mit Waffen, setzt voraus, daß ein Beteiligter an einem Diebstahl entweder eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug mit sich führt, oder ein sonstiges Mittel oder Werkzeug bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden.

Beim Bandendiebstahl, der auch in § 244 StGB geregelt ist, geht es um Diebstahl durch eine Bande, also durch einen Zusammenschluß von mindestens drei Personen.

Was ein Wohnungseinbruchsdiebtstahl – ebenfalls in § 244 StGB geregelt – ist, liegt auf der Hand.

Wie wird „Waffe“ in § 244 StGB definiert?

Ein einfacher Diebstahl kann schnell zum Tatvorwurf „Diebstahl mit Waffen“ führen. Das ist klar, wenn der Verdächtige eine richtige Waffe bei sich hat, also zum Beispiel eine Schußwaffe. Das gilt aber nur dann, wenn die Waffe einsatzbereit ist oder ohne weiteres einsatzbereit gemacht werden kann. Eine nicht geladene Schußwaffe ist daher keine Waffe.

Grenzwertig wird es bei den gefährlichen Werkzeugen und den sog. „sonstigen Werkzeugen und Mitteln“.

Ein sonstiges Werkzeug oder Mittel kann zum Beispiel eine ungeladene Schußwaffe sein, mit der beim Diebstahl gedroht wird.

Besonders streitig ist zumindest in der juristischen Literatur die Frage, was ein gefährliches Werkzeug ist. In der Praxis passiert es oft, daß aus einem scheinbar einfachen Ladendiebstahl ein Diebstahl mit Waffen wird, wenn der Beschuldigte beim (versuchten) Diebstahl erwischt wird, und einen irgendwie theoretisch gefährlichen Gegenstand dabei hat.

Das kann eine Nagelschere, eine Gartenschere, ein Taschenmesser usw. sein.

Wie hoch ist die Strafe bei Diebstahl mit Waffen?

Die Strafe fängt bei sechs Monaten Gefängnisstrafe an und reicht bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Man sieht also, daß Diebstahl mit Waffen ein recht schweres Vergehen ist.

Allerdings regelt § 244 Absatz 3 StGB einen sog. minder schweren Fall. Ob dieser vorliegt, beurteilt das Gericht anhand einer Gesamtwürdigung aller Umstände. Hier kann ein geschickter Rechtsanwalt für Strafrecht in geeigneten Fällen viel erreichen.

Die Strafe fängt dann bei drei Monaten Gefängsnisstrafe an und geht „nur“ bis fünf Jahre.

Ist eine Geldstrafe möglich?

Eine Geldstrafe erscheint auf den ersten Blick sogar beim minder schweren Fall ausgeschlossen. Allerdings sind Gefängnisstrafen von sechs Monaten oder weniger von Gesetzes wegen nicht gewollt und nur in Ausnahmefällen vom Gericht zu verhängen. Deswegen werden geringere Gefängnisstrafen oft in Geldstrafen umgewandelt. Ein Monat Freiheitsstrafe entspricht dann einem Netto-Monatsverdienst.

Diebstahl mit Waffen – Bewährung möglich?

Eine Bewährung ist möglich, solange die Strafe nicht über zwei Jahre geht. Eine höhere Strafe ist beim Diebstahl mit Waffen möglich, und dann gibt es definitiv keine Bewährung. Wenn es also um schwere Diebstahlsvorwürfe geht, wird ein Strafverteidiger alles unternehmen, um erst einmal ein Strafe von höchstens zwei Jahren für seinen Mandanten zu erreichen. Im nächsten Schritt geht es dann um die Frage der Bewährung.

Ist die Strafe nämlich höher als ein Jahr Gefängnis, dann gibt es Bewährung nur ausnahmsweise.

Bei einer Strafe von weniger als einem Jahr ist eine Bewährung der Normalfall. Das ändert sich natürlich bei Vorstrafen usw.

Diebstahl mit Waffen – vorbestraft?

Wenn man wegen Diebstahl mit Waffen verurteilt wird, ist man fast immer vorbestraft.

Das heißt, man hat einen Eintrag im Führungszeugnis.

Strafen werden bei jedem in das Bundeszentralregister (BZR) eingetragen. Wenn dort zwei Verurteilungen (durch Urteil oder Strafbefehl) drin sind, hat man auch einen Eintrag im Führungszeugnis.

Wenn dort nur eine Verurteilung von höchstens drei Monaten (entspricht einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen, also drei Monatseinkommen) drin ist, hat man keinen Eintrag im Führungszeugnis.

Drei Monate sind aber beim Diebstahl mit Waffen schon die Mindeststrafe, und zwar beim minder schweren Fall!

Deswegen hat selbst jemand, der noch nie vorher eine Straftat begangen hat, bei einer Verurteilung wegen Diebstahl mit Waffen in den meisten Fällen einen Eintrag in das Führungszeugnis.

Wie geht es weiter?

Wenn Sie ein Schreiben von der Polizei bekommen haben, indem es heißt, daß gegen Sie ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl mit Waffen; Bandendiebstahl; Wohnungseinbruchdiebstahl gemäß § 244 StGB eingeleitet wurde, oder Sie schon eine Anklage oder Ladung erhalten haben, dann benötigen Sie einen Anwalt, der sich im Strafrecht auskennt.

Rufen Sie einfach in unserer Fachanwaltskanzlei für Strafrecht an und vereinbaren einen Besprechungstermin. Wir verteidigen Sie kompetent, entschlossen und zielgerichtet: (030) 526 70 93 0

Rechtsanwalt Thomas C. PohlFachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt Jan MarxFachanwalt für Strafrecht